Akute Hoehenkrankheit; eine gewoehnliche Erscheinung, wenn Sie Kilimanjaro besteigen
AMS oder akute Hoehenkrankheit ist nichts ungewoehnliches in grosser Hoehenlage. In Hoehenlagen ueber 3.000 Metern koennen etwa drei viertel der Personen erwarten, schon milde Symptome zu spueren. Das Auftreten der Hoehenkrankheit haengt von verschiedenene Faktoren ab, wie Hoehe, die Aufstiegsgeschwindigkeit und die persoenliche Anfaelligkeit. Einige Personen spueren eine milde Hoehenkrankheit waehrend sie sich akklimatisieren. Die leichte Unbehaglichkeit, die diese Erscheinung begleitet, sollte als gewoehnlich und akkzeptabel angesehen werden.
Symptome beginnen gewoehnlich 12-24 Stunden nach der Ankunft in grossen Hoehenlagen und beginnen am 3 Tag an Gewichtung zu verlieren. Die Symptome bei milder AMS sind Kopfschmerzen, Schwindelgefuehl, Muedigkeit, Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit, Uebelkeit, Schlagstoerungen und staendiges Unbehagen. Die Symptome treten besonders nachts verstaerkt auf, wenn sich die Atemzuege veringern.
Leichte Hoehenkrankheit beeintraechtigt nicht die normale Aktivitaet und die Symptome klingen gewoehnlicherweise innerhalb 2-4 Tage ab, wenn der Koerper akklimatisiert ist. Solange die Symptome nur gering auftreten und sie nur eine kleine Belaestigung sind, kann der Aufstieg in angemessenem Masse fortgefuehrt werden. Es ist unabdingbar, dass Sie waehrend ihrer Wanderung jegliche Symptome der Hoehenkrankheit sofort dem Expeditionsleiter oder dem Hauptfuehrer mitteilen.
Die Hoehenkrankheit wird als neurologisches Problem betrachtet, das durch die Veraenderung im zentralen Nervensystem hervorgerufen wird. Grundsaetzlich ist es eine milde Form des Hirnoederns, das in grossen Hoehen auftritt. Das einzige Heilmittel dagegen ist Akklimatisation oder ansonsten der Abstieg. Die Symptome bei leichter AMS koennen mit Ibuprofen erleichtert werden, aber lassen Sie nicht ausser Acht, dass die Linderung der Symptome nicht das Problem oder die Ursache selbst heilen. Wenn die Symptome staerker werden, koennten dies fruehe Anzeichen sein von:
Mittelschwere AMS
Mittelschwere AMS beinhaltet heftige Kopfschmerzen, die nicht durch Medikamente gelindert werden koennen, Uebelkeit und Erbrechen, verstaerkte Kraftlosigkeit und Muedikeit, Kurzatmigkeit, abnehmende Koordination (Ataxi). Die gewoehnliche Aktivitaet ist schwer durchfuehrbar, obwohl die Person immer noch selbst laufen kann. Ab diesem Stadium kann nur noch ein Abstieg das Problem loesen. Ein Abstieg von nur 100 Hoehenmetern kann schon hilfreich sein und ein Abstieg von 300-500 Hoehenmetern fuehrt definitiv zu einer Erleichterung der Symptome.
Vierundzwanzig Stunden auf einer geringeren Hoehenlage fuehrern zu einer wesentlichen Verbesserung. Die betroffene Person sollte solange auf einer geringeren Hoehenlage bleiben, bis die Symptome abklingen. Ab diesem Punkt hat sich die Person auf dieser Hoehe akklimatisiert und kann wieder aufsteigen.
Der beste Test für moderate AMS mittelschwere AMS ist, in einer geraden Linie zu laufen, Ferse an die Zehenspitzen. Dies ist nur eine schlichte, kleine Pruefung, da eine Person mit Ataxi nicht in der Lage waere, geradlinig zu laufen. Es ist ein klares Anzeichen dafuer, dass ein sofortiger Abstieg notwendig ist. Es ist wichtig, dass die Person absteigt, bevor ataxia den Punkt erreicht, nicht mehr selbststaendig laufen zu koennen. Wenn jedoch, hingegen all der ausgiebigen Vorbereitungen, bei einem Teammitglied solche Erscheinungen auftreten sollten, sind unsere Mitarbeiter in schnellen Techniken der Evakuierung trainiert. Das Teammitglied wird innerhalb weniger Stunden von jeder Stelle aus am Berg an einen komplett, sicheren Ort getragen.
Starke AMS
Diese Erscheinungen selbst praesentiert die zunehmende Ernsthaftigkeit der schon genannten Symptome und zusaetzlich:
Atemnot bei Pausen
Unfaehigkeit zu laufen
Abnehmende Wahrnehmung
In den Lungen gebildete Fluessigkeit
Starke AMS erfordert den sofortigen Abstieg in eine geringere Hoehenlage auf etwa 1.000 Hoehenmeter.
Es gibt zwei zusaetzliche Formen von Hoehenkrankheit, High Altitude Cerebral Edema (HACE) in grossen Hoehen auftrendes Hirnoedern oder auch Hoehenhinrodern genannt und High Altitude Pulmonary Edema (HAPE) in grossen Hoehen auftrendes Lungenoedern.
Beides passiert eher selten, vor allem fuer diejenigen, die gut akklimatisiert sind. Wenn Sie doch auftreten, oft nur deshalb, weil unerfahrene Leute zu schnell zu hoch aufsteigen oder sehr hoch hinaufsteigen und gleich dort bleiben.
Der Sauerstoffmangel fuehrt zu einem Auslaufen der Fluessigkeit durch die Blutkapillaren entweder in die Lungen oder in das Gehirn.
High Altitude Pulmonary Edema (HAPE) oder in grossen Hoehen auftrendes Lungenoedern
HAPE ergibt sich aus der Entstehung von Fluessigkeit in den Lungen. Wenn diese Erscheinungen heftiger werden, nimmt der Sauerstoffanteil im Blutkreislauf ab und das kann zu Zyanose (Blausucht), beeintraechtigter Gehirntaetigkeit und zum Tod fuehren.
Die Symptome beinhalten:
Atemnot sogar bei Pausen und & starke Anspannung auf der Brust
starke Muedigkeit & Schwaeche
Gefuehl einer bevorstehenden Erstickung in der Nacht
Andauernder Husten, der weisse, waessrige oder schaumige Fluessigkeit mit sich bringt
Verwirrung und eine ausgefallene Verhaltensweise sind Anzeichen dafuer, dass zuwenig Sauerstoff in ihr Gerhirn geleitet wird. Im Falle von HAPE ist ein sofortiger Abstieg auf um die 1000Hoehenmeter eine notwendige lebensrettende Massnahme. Jeder, der von HAPE betroffen ist, muss in eine medizinische Einrichtung zur ordnungsmaessigen Nachsorgebehandlung evakuiert werden.
High Altitude Cerebral Edema (HACE) oder in grossen Hoehen auftretendes Hirnoedern
HACE ist das Ergebnis eines anschwellenden Hirngewebes durch das Auslaufen der Fluessigkeit. Symptome koennen folgendes beinhalten:
Kopfschmerzen
Verlust der Koordination (Ataxia)
Kraftlosigkeit
Abnehmendes Bewusstsein
Fehlende Orientation
Erinnerungsverlust
Halluzinationen
Psychopatisches Verhalten
Koma
Normalerweise treten diese Symptome nach einer Woche oder noch laenger in grossen Hoehenlagen auf. Ernsthafte Faelle koennen zum Tod fuehren, wenn sie nicht schnell behandelt werden. Ein sofortiger Abstieg auf 1.000 Hoehenmeter ist eine notwendige, lebensrettende Massnahme. Jeder, der von HACE betroffen ist, muss in eine medizinische Einrichtung zur ordnungsmaessigen Nachsorgebehandlung evakuiert werden.
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